72317449Ein Bausparvertrag ist ein Sparvertrag, den der Anleger mit einer Bausparkasse abschließt. Er wird hauptsächlich für die Finanzierung von wohnwirtschaftlichen Maßnahmen eingesetzt.
 
Die vertraglich vereinbarte Bausparsumme wird zu einem vertraglich festgelegten Prozentsatz angespart.
Der bis zur abgeschlossenen Vertragssumme fehlende Teil wird bei Zuteilung des Bausparvertrags als Bauspardarlehen gewährt, so dass der Bausparer bei Zuteilung über die volle Bausparsumme verfügen kann.
Der Anleger hat einen Rechtsanspruch auf das Bauspardarlehen, der sogar vererbbar ist.
Der Bausparvertrag ist eine Anlageform für die vermögenswirksamen Leistungen, zur Gewährung der Arbeitnehmersparzulage und Wohnungsbauprämie.
Der Bauspartarif bestimmt der Sparzins - Zinssätze und Darlehenszins- die Tilgungszeit, eine eventuelle Mindestvertragsdauer, das Mindestguthaben bei Zuteilung, die Tilgungsbeiträge und Regelspar- und die Abschlussgebühr bereits bei Vertragsabschluss.
Bausparkassen bieten unterschiedliche Bauspartarife an, z. B. Schnellspartarife, Standardtarife Langzeittarife, variable Tarife.
 
Ihre Vorteile
Bei einem Bausparvertrag bekommt man einen günstigen Darlehenszins bereits bei Vertragsabschluss garantiert.
Als Gegenleistung zu einem günstigen Darlehenszins muss man bei der Guthabenverzinsung Abstriche machen.
Einen fälligen Bausparvertrag muss man nicht zum Kauf einer Wohnung verwenden. Er kann auch bei Renovierungsarbeiten oder Umbauten in Anspruch genommen werden.
 
Bausparverträge kann man in Schritten erhöhen um sich immer wieder neue Sparziele zu setzen. Nach jeder Erhöhung ist der Vertrag jedoch für mindestens ein Jahr gesperrt.
 
Auch wenn kein Darlehen beansprucht wird, ist Bausparen als Geldanlage infolge der niedrigen Guthabenszinsen beim Sparbuch und auch anderen festverzinslichen Geldanlagen immer beliebter.